18. Juli 2026

EU-US-Datentransfer: Wenn Grundrechte an politischer Willkür hängen

Der transatlantische Datentransfer steht erneut auf wackeligem Boden. Diesmal kommt der Riss nicht zuerst aus Luxemburg, sondern aus Washington. Der US Supreme Court hat in der Entscheidung Trump v. Slaughter festgestellt, dass der bisherige besondere Entlassungsschutz für Mitglieder ...

2 thoughts on “EU-US-Datentransfer: Wenn Grundrechte an politischer Willkür hängen

  1. Lieber Julian Häffner Sie glauben doch nicht ernsthaft das der EU tatsächlich irgendetwas an Datenschutz gelegen wäre.

    Dank der DSGVO dürfen wir jetzt zwar überall Cookie Banner klicken und die Wirtschaft sich mit Bürokratie rum schlagen. Gleichzeitig hat das EU Parlarment jedoch beschlossen das alle unsere Chats und Mails zur Chatkontrolle in die USA an US Konzerne gesendet werden sollen. Ob da irgendein Datenschutz Abkommen zustande kommt oder nicht hat die EU dabei nicht pieps die Bohne interessiert.

    Auch ohne irgendein Datentransfer Abkommen werden die US Konzerne nun bei uns Chatkontrolle machen und die Daten werden sicher auch an NSA/CIA weitergegeben oder im Darknet landen. Der Datenschutz existiert in Europa also faktisch nur um die Leute zu verarschen Sie durch irgendwelche Cookie Banner Klickerei denken zu lassen Sie hätten Kontrolle während der Datenschutz aber faktisch abgeschafft wurde.

    So wie die DDR das demokratisch auch nur im Namen hatte ohne es wirklich zu leben hat die EU nun halt irgendwas mit Datenschutz. Wenn wir eines Tages echten Datenschutz wollen dann sollten wir anfangen die Fake Fasade zu hinterfragen. Statt weiter wie die naiven Bauern an die Potemkimschen Fasaden zu glauben die man da für uns hingestellt hat. (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Potemkinsches_Dorf)

    Aber ich will nicht zu viel meckern. Euch allen noch ein guter Start ins Wochendende.

    1. Danke für den Kommentar. Ihre Kritik an der Chatkontrolle teile ich: Die Entscheidung des EU-Parlaments, erneut eine befristete Überprüfung privater Kommunikation zu ermöglichen, ist aus grundrechtlicher Sicht hochproblematisch.

      Nicht korrekt ist jedoch, dass sämtliche Chats und Mails an US-Konzerne oder Geheimdienste übermittelt werden sollen. Trotzdem entsteht eine gefährliche Abhängigkeit von Anbietern wie Meta, Google und Microsoft.

      Gerade deshalb gehören Chatkontrolle und EU-US-Datentransfers zusammen: Datenschutz ist nur glaubwürdig, wenn wir sowohl anlasslose Überwachung als auch unkontrollierte Datenabflüsse ablehnen. Die Antwort darf nicht sein, Datenschutz abzuschreiben, sondern ihn endlich konsequent durchzusetzen.

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