1864 sagte James Maxwell das Vorhandensein elektromechanischer Wellen voraus. Doch erst 1886 gelang es Heinrich Hertz solche Wellen mit Hilfe einer Spule und mehrerer Messingkugeln als Kondensator erzeugen. Dieser “Hertzsche Oszillator“, wegen seiner Funktionsweise auch als Lichtbogensender bezeichnet, erzeugte mit den ständigen Funkenflug zwischen den Messingkugeln viel Lärm. Heutige Sender erzeugen schon lange keine Funken mehr, die kamen bereits in der Zeit des ersten Weltkriegs aus der Mode. Damals wurden brauchbare Verstärkerröhren entwickelt, denn ein blitzender und knallender Sender störte doch sehr beim Verstecken in Wäldern und Schützengräben. Im deutschsprachigen Raum wird trotz 100 Jahren Fortschritt noch immer von “Funk” und “Funkgeräten”, gar von “Funkhäusern” gesprochen. Im englischsprachigen Raum benutzt man statt Sender und Funkgerät die Worte “Transmitter” bzw. “Two Way Radio”, im französischspragigen Raum wird ein Funkgerät als “poste émetteur-récepteur” bezeichnet.
