
Wir Piraten entwickelten bereits Anfang des Jahres eine ablehnende Haltung zu der von der GEMA als „Reform“ getarnten massiven Erhöhung der Tarife. Die Reform hätte eine hohe Mehrbelastungen für Musikclubs, Diskotheken, Gastronomiebetriebe, Feste und Märkten geschaffen. Nun starteten die Wirtschaftsminister beim Auftakt der Ministerkonferenz der Länder in Kiel einen Vorstoß, das Vorhaben bis zu einer Einigung vor einem Schiedsgericht auszusetzen.
Bruno Kramm, Beauftragter der Piratenpartei Deutschland für das Urheberrecht, sieht unsere Position bestätigt: „Wie bei ACTA haben wir auch hier viel ehrenamtliches Engagement eingebracht, um auf die Missstände bei der GEMA hinzuweisen und eine wesentliche Reform anzustoßen. Das Urheberrecht braucht Erneuerung, die verkrusteten Strukturen der Verwertungsgesellschaften müssen aufgelöst werden, um endlich in der digitalen Welt anzukommen und den Urhebern in Zukunft eine transparente und anteilig faire Honorierung ihrer Werke garantieren zu können.“
Bleibt zu hoffen, dass die kritischen Stimmen aus Kiel einen Schritt hin zu einer grundlegenden Reform des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes (UrhWG) mit sich bringen.
