Derzeit ist der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) in aller Munde. Zwar haben die Staatsregierungen ihre Schuldigkeit getan, aber die Landtage müssen den geplanten Änderungen noch zustimmen. Dabei weht den Landesparlamenten mittlerweile eine steife Brise durch die Piratenpartei und dem AK-Zensur entgegen. Auch die Netzcommunity ist aufgewacht. Welche Folgen der JMStV und seine Neuregelung für Webseitenbetreiber hat zeigt Benjamin Stöcker sehr ausführlich auf. Wie unausgegoren die Regelungen sind, legten Piraten aus NRW in einer eher technischen Betrachtung dar. Damit die kontraproduktive Änderung des JMStV doch noch gestoppt wird und ein Weg in eine sinnvolle Reform für echten Jugendschutz möglich wird, ist jede Hilfe willkommen. Vor allem in Nordrhein-Westfalen und Berlin bestehen noch echte Chancen, dass die Novellierung gestoppt wird. Wenn Du aus einem der beiden Länder kommst, schreibe doch Deinem Abgeordneten und versuche ihm zu zeigen, dass das Thema für Dich wichtig ist. Wenn Du die Zeit aufbringen kannst, solltest Du zur Bürgersprechstunde gehen. Nur dort, wo die Zeit davon rennt, muss eine E-Mail oder besser ein Anruf genügen. Auch wenn Du in Brandenburg oder Bayern wohnst, kannst Du noch etwas bewirken.
Für Berlin stellt Martin Delius alle benötigten Informationen bereit. Aber auch online lässt sich noch einiges machen. Derzeit läuft eine offene Petition, die jeder mitzeichnen kann. Webseiten- und Blogbetreiber können an einer Online-Demonstration teilnehmen und ihre Seite jeden Tag eine Stunde abschalten.
