In der Flaschenpost lässt man selten ein gutes Haar an der CDU. Die Damen und Herren der Adenauer-Partei haben sich in der Vergangenheit selten durch Technikkompetenz hervorgetan. Das fing bei Dr. Kohl an, für den es ganz selbstverständlich war, dass die Zuständigkeit für die Datenautobahn beim Verkehrsminister liegt. Oder die CDU-Landtagsfraktionen, für die jeder Computer auch ein Fernseher ist. Der oft gescholtene Axel E. Fischer forderte gar ein Vermummungsvorbot im Internet. Und Verkehrsminister Ramsauer ist das Wort Notebook fremd, weswegen er von Klappcomputern spricht. Diese Fauxpas führten dazu, dass viele Mitglieder der CDU in der Vergangenheit hier als Internetausdrucker bezeichnet wurden.
Doch die CDU in Sachsen hat nun ein 55.000€ teures Fortbildungsprogramm für ihre Abgeordneten im Landtag aufgelegt: aus Steuergeldern bekommt jeder der 70 Fraktionsmitglieder ein iPad. Wie ernst der CDU die Aufholjagd in Sachen Internetkompetenz ist, erkennt man an der Begründung für den Griff in die Steuerkasse: der Parlamentarische Geschäftsführer Christian Piwarz verwies auf die Papiereinsparungen! Im Landtag werde eine Unmenge von Papier verbraucht. Mit den iPads hoffe man, einen Großteil davon zu sparen. Soll die CDU mal hoffen dass ein iPad Papier spart. Wir hoffen, dass sie nie herausbekommen, wie man vom iPad aus druckt.
