Plakat zum Volksbegehren gegen Studiengebühren CC-BY-SA Riegeros

Politk ist ein mühsames Geschäft. Gesetzesvorhaben oder gar Richtungsänderungen der bisherigen Politik wollen sorgfältig vorbereitet sein. Kaum eine Initiative wird angegangen, ohne dass von einem Hinterbänkler öffentlichkeitswirksam ein Versuchsballon gestartet wird. Brandet anschließend Protest auf, lässt man die Sache bleiben; gibt es Zustimmung wird das Anliegen durchgezogen.
Anfang dieser Woche ließ Dirk Pfeil, Mitglied des hessischen FDP-Präsidiums, einen dieser Versuchsballons steigen. Allerdings einen, über den sich die Piratenpartei und mit ihnen die Studenten in Bayern, Baden-Würtemberg und Niedersachsen freuen werden: Im Interview beklagt Pfeil das durchschnittliche Bildungsniveau der Bürger. Um kurz darauf zu bedauern, dass die Bevölkerung zu wenig Bildung genossen hätte.
In der Süddeutschen Zeitung (auf Plakaten wirbt die Süddeutsche mit dem Slogan „der dritte Bildungsweg führt über den Kiosk“) sind Ausschnitte des Interviews zu lesen, in der Frankfurter Neue Presse der volle Wortlaut.
Für Gegner von Studiengebühren heißt es nun: fleißig E-Mails mit reichlich Lob an Herrn Pfeil schicken. Und bis die Studiengebühren wirklich gekippt sind, weiterhin das Volksbegehren gegen Studiengebühren in Bayern unterstützen, das die Piratenpartei Bayern initiierte.
